Im Flow

Heute fließe ich durch Ghana wie der Volta. Ich bin akklimatisiert, nicht nur aufs Wetter bezogen. Und nach zwei Tagen mit Raymond war heute der erste wirklich selbstbestimmte Tag, das fühlt sich schonmal gut an. Nach dem Frühstück haben wie wir Kathi und Stefan verabschiedet, die in den Norden geflogen sind. Ich bin derweil zur Heiliggeist-Kathedrale gedüst, habe meinen ersten Interviewtermin fix gemacht (mit dem Erzbischof von Accra, ich bin gespannt!) und bin dann noch grade zur Messe dageblieben. Inklusive Happy Birthday für ein Gemeindemitglied! Und die Acapella-Gesänge haben mich gepackt.
Als ich gerade die Kathedrale verließ, machte ich noch ein paar Fotos. Bis jemand über mich rief: Auf einer Bank saßen drei Polizisten, die gerne wissen wollten, wer mir erlaubt hätte, die Kirche zu fotografieren. Father Anthony natürlich. Und wer ich sei? Dann musste ich noch kurz erläutern, wie man eine Kamera bedient, bevor man mir sagte: „Ghana is a hospitable country. Please enjoy your stay and take more photos if you like!“
Ein großer Zufall (Danke, Charlotte!) hat mir einen tollen Kontakt in die Hände gespielt- mal sehen, was draus wird. Überhaupt geht alles drunter und drüber. Hey, that’s Africa! Ich genieße es.
Wir sind sogar noch bei Zeiten mit Botschaftler (man beachte das L!) Philipp und Spouse Hannah zum Atlantik. Sehr schön, wenn auch müllig. Und die Ghanaer scheinen noch nicht erkannt zu haben, wie schön man den Strand nutzen könnte! Naja, außer man setzt sich mit einem Club (ghanaisches Lager) an die Strandbar. Cheers!

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